Campingausrüstung einfach und sinnvoll organisieren

Ein Wochenende draußen wird nicht durch teure Gadgets besser, sondern durch verlässliche Basics. Konzentriere dich auf das Wesentliche.

Camping backpack leaning against a tree

Schichten-Prinzip (Zwiebellook)

Das deutsche Wetter ist unberechenbar. Statt einer dicken Winterjacke kombiniere mehrere dünne Schichten. Eine atmungsaktive Basisschicht, eine wärmende Isolationsschicht (z.B. Fleece) und eine wasserdichte Hardshell-Jacke, die Wind und Regen abhält.

Zelt, Schlafsack, Isomatte

Dein Schlafzimmer für unterwegs. Achte bei der Isomatte auf den R-Wert – er gibt an, wie gut sie gegen Bodenkälte isoliert. Der Schlafsack sollte eine Komforttemperatur haben, die einige Grad unter den erwarteten Nachttemperaturen liegt. Manchmal reicht ein feuchter, zu kalter Schlafsack, um einem die Laune am nächsten Tag völlig zu verderben.

Licht und Orientierung

Auf vielen naturnahen Campingplätzen gibt es nachts keine Beleuchtung. Eine einfache Stirnlampe ist Gold wert, wenn man nachts die Hände frei haben muss, um den Reißverschluss des Zeltes zu bedienen oder den Weg zu den Sanitäranlagen zu finden.

Was du beim Packen vermeiden solltest

Die Kunst liegt oft im Weglassen. Hier sind typische Fehler, die das Gepäck unnötig schwer oder den Ausflug unkomfortabel machen.

Baumwolle direkt auf der Haut

Baumwoll-Shirts saugen den Schweiß auf wie ein Schwamm und trocknen extrem langsam. Sobald du am Gipfel oder am Zeltplatz stehst und der Wind weht, kühlst du sofort aus. Setze stattdessen auf Merinowolle oder synthetische Funktionsfasern.

Zu viele Gadgets

Brauchst du wirklich eine Solar-Dusche, eine faltbare Spülschüssel und das massive Beil für einen Campingplatz, der ohnehin warme Duschen und fertiges Feuerholz anbietet? Reduziere dich auf Dinge, die mehrere Funktionen erfüllen.

Neue, uneingelaufene Schuhe

Der absolute Klassiker. Auch die teuersten Wanderschuhe verursachen Blasen, wenn sie direkt frisch aus dem Karton auf einer 15-Kilometer-Wanderung getragen werden. Trage sie vorher im Alltag, beim Einkaufen oder beim Spaziergang ein.

Glasbehälter

Ob das Marmeladenglas oder die Bierflasche – Glas ist schwer und bei Bruch gefährlich. Fülle Lebensmittel in leichte Kunststoffdosen um und nutze robuste Edelstahl- oder BPA-freie Plastikflaschen für Wasser.